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Etikett für Château Mouton Rothschild 2015 von Gerhard Richter

Die nächste Generation setzt die berühmte Künstlerserie ihrer Weinetiketten fort

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Von Dieter Simon  ·   30 November 2017   ·   566  
Etikett für Château Mouton Rothschild 2015 von Gerhard RichterEtikett für Château Mouton Rothschild 2015 von Gerhard Richter

Für das Etikett 2015 wurde der Deutsche Gerhard Richter betraut.

Seit 1945 illustriert alljährlich ein großer Künstler das Etikett für Château Mouton Rothschild. Im Laufe der Jahre ist daraus eine kostbare Sammlung entstanden, die die berühmtesten Namen der zeitgenössischen Kunst vereint und die mit jedem neuen Jahrgang um ein Werk reicher wird.
 
Der international renommierte Künstler Gerhard Richter (geb. 1932) gilt als kongenialer Erfinder von Formen und Bildtechniken. Viele seiner Arbeiten basieren auf der dialektischen Beziehung zwischen Malerei und Fotografie, zwischen Figuration und Abstraktion. Richters Werk für Mouton entstand nach einem Verfahren, das Zufall und Präzision vereint. Der Künstler selbst nennt es Flux. Dazu fotografiert er noch ineinanderfließende Farben im perfekten Moment ihrer Verschmelzung; ganz ähnlich der Assemblage eines großen Weines, dem erst die vollkommene Harmonie seiner lebendigen Komponenten Balance und Fülle verleiht.
 
Für Mouton Rothschild 2015 wurde das Etikett leicht verändert. Es trägt nun die Handschrift der neuen Generation: Camille Sereys de Rothschild, Philippe Sereys de Rothschild und Julien de Beaumarchais de Rothschild, die nach dem Tod der Baronin Philippine de Rothschild im Jahr 2014 ihre Nachfolge antraten. Stellvertretend für die drei Eigentümer des Familienbesitzes ist das Etikett von Philippe Sereys de Rothschild unterzeichnet. 
 

Der bekannte Künstler Gerhard Richter

Gerhard Richter. Copyright Studio Gerhard RichterGerhard Richter. Copyright Studio Gerhard RichterGerhard Richter, geboren 1932, war ab 1951 Student der Kunstakademie Dresden. Er begann seine berufliche Laufbahn in der ehemaligen DDR als Bühnen- und Prospektmaler. Bei einer Reise in den Westen erlebte er die Freiheit der Künstler dort und floh im März 1961 selbst nach Düsseldorf. Seit 1983 lebt und arbeitet er in Köln. Sein ebenso einzigartiges wie vielschichtiges und zugleich allen zugängliches Werk brachte ihm früh weltweite Anerkennung. Es ist heute in den größten Kunstmuseen der Welt zu sehen: von der Tate Modern bis zum Centre Pompidou, vom MoMA in New York bis zur Beyeler-Stiftung in Basel und dem Dresdner Albertinum, wo Richter drei Säle gewidmet sind. Richter erhielt hochrangige internationale Auszeichnungen, darunter den Goldenen Löwen der Biennale in Venedig und das Praemium Imperiale in Japan.
 
Richters Arbeit dreht sich immer wieder um die Dialektik zwischen Malerei und Fotografie, zwischen figurativer Kunst und Abstraktion. Berühmt für seine "Foto-Bilder" von Porträts, Stillleben und Landschaften mit den charakteristischen "Unschärfen", ist Richter ebenso ein Meister der abstrakten Kunst, wo er abermals virtuos mit allen Möglichkeiten der Fotografie spielt. Dazu arbeitet Richter seit 2011 mit einer Technik der Hinterglasmalerei, die, wie oben erwähnt, Zufall mit künstlerischer Präzision vereint. Dazu streicht er Lackfarben auf eine Plexiglasplatte, drückt eine Glasscheibe darauf und lässt so einzigartige Farbkompositionen entstehen. Bevor er zuletzt beide Platten fest miteinander verbindet, fotografiert Richter die noch bewegten, ineinanderfließenden Farben in den Momenten, wo ihm ihre Komposition vollkommen erscheint. So verfuhr er auch bei der Gestaltung seines Etiketts für Mouton.
 
Quelle: Baron Philippe de Rothschild S.A.
 
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