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Weinspiel

Das bonvinitas Bewertungssystem – wie wir die Weine bewerten (lassen)

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Von Dieter Simon, Chefredakteur bonvinitas  4643  

Die Bewertung erfolgt durch Weinfachleute in Blindbewertung in vier Kategorien nach dem 100-Punkte-Schema, das wir weiterentwickelt haben - dazu unten mehr. Von bonvinitas selbst wertet niemand mit. Die Bewertungen sind absolut neutral.

Die Punkte

82 Punkte bis 84: gut (erst ab 82 Punkten veröffentlichen wir die Weine in unserem Weinführer)
85 bis 88 Punkte: sehr gut
89 bis 94 Punkte: hervorragend
95 Punkte und mehr: Extraklasse, Weltspitzenweine

Die Kategorien

Kategorie 1 - grüne Punkte: leichtere trockene Weine bis 12% Alkohol. Hier gewichten wir im Bukett die Frische und Lebendigkeit stärker und auf der Zunge den Trinkspaß. Denn wir sind überzeugt, dass dies bei leichteren Weinen insbesondere gesucht wird.

Kategorie 2 - rote Punkte: trocken über 12%. Hier gewichten wir die Persönlichkeit des Weins stärker, das Individuelle sowie Terroirsnoten als auch die zu erwartende Zukunft, Profile, die man von diesen Weinen erwartet.

Kategorie 3 - orange Punkte: Weine mit über 9 g/l Zucker. Hier gewichten wir die Fruchtigkeit stärker sowie ebenfalls die voraussichtliche Zukunft, denn von einem lieblicheren Wein erwartet man in erster Linie Frucht.

Kategorie 4 - violette Punkte, edelsüß: Hier gewichten wir wir in Kategorie 3.

Die Bewertungsbogen

Absolut neutrale Blindverkostungen von Weinfachleuten sind selbstverständlich, auch von bonvinitas selbst wertet niemand mit. Im Kopf der Bogen werden den Prüfern lediglich genannt: das Land – ohne Untergebiet, die Sorte/n nur wenn sie auf dem Etikett steht/en. Schließlich erwartet der Verbraucher dann einen Sortencharakter, dem der Wein entsprechen muss. Weiter nennen wir die Weinart, die sich nicht immer durch den Augenschein ergibt, zum Beispiel bei einem Blanc de Noir. Der Jahrgang wird genannt, wenn er auf dem Etikett steht. Gleiches gilt für Geschmacksangaben, wie zum Beispiel „trocken“, weil der Verbraucher dies dann erwartet. Und Gleiches gilt auch für Besonderheiten, wie „Barrique“. Steht es auf dem Etikett, nennen wir es den Prüfern, weil der Wein dem dann entsprechen muss. Soviel zum Kopf der Bewertungsbogen.

Hier ein Beispiel-Bewertungsbogen eines Prüfers für einen Wein der Kategorie 1, in der wir die Frische, Lebendigkeit und den Trinkspaß stärker gewichten (lassen).

Weinbewertungsbogen bonvinitas Kategorie 1Weinbewertungsbogen bonvinitas Kategorie 1Gewertet werden zunächst Aussehen, Geruch und Geschmack sowie die Harmonie bzw. der Gesamteindruck. Wenn die Klarheit und Eindeutigkeit der Farbe stimmen, erhält der Wein dafür 2 bzw. 3 Punkte. Ein Wein kann nicht klarer als klar sein und die Farbe nicht eindeutiger als eindeutig. Dadurch steigern sich die Punkte über gut hinaus nicht. Allerdings gibt es Abzüge, wenn etwas nicht stimmt. Gleiches gilt für die Reintönigkeit und den sortentypischen Geruch. Anders ist es bei dessen Intensität, diese kann gut, sehr gut oder Spitzenklasse sein sowie der Eindruck der Nase des Weins insgesamt.

Was viele bei einem leichteren Wein schon im Bukett schätzen, sind Frische und Lebendigkeit. Daher gewichten diese stärker und lassen im Zweiersprung werten – gelb markiert.  Damit kann der Wein in höhere Punktregionen gelangen. Denn von einem guten leichteren Wein erwartet man, dass er in der Nase frisch, lebendig und animierend ist. Dafür soll er auch gut benotet werden. 

Beim Geschmack gilt zunächst in gleicher Weise, wenn ein Wein reintönig und sauber sowie sortentypisch ist, kann er nicht reintöniger als reintönig und sortentypischer als sortentypisch sein. Nur wenn etwas nicht stimmt, gibt es Abzüge. Höher gewichtet wird der Trinkspaß, den man insbesondere bei leichteren Weinen sucht und schätzt. Diesen lassen wir Zweiersprüngen werten - gelb markiert.

Denn warum soll ein harmonischer, süffiger Tropfen von guter Qualität nicht 90 Punkte und mehr erlangen, nur weil er leichter ist? Viele Weinfreunde suchen das ja. Für uns gilt nicht, je dicker je besser, sondern der Wein muss in seiner Art stimmen. Bei jeder Prüfung werten stets mindestens drei oder mehr neutrale Prüfer, von denen jeder für sich wertet. Aus den Ergebnissen wird dann der Durchschnitt gebildet. So entstehen die Punkte, die sich in unserem Weinführer finden.
 
Weinbewertungsbogen bonvinitas Kategorie 2Weinbewertungsbogen bonvinitas Kategorie 2
Für Weine der Kategorie 2, über 12 % Alkohol - dies sind vor allem die höherwertigen Weine - gilt Entsprechendes. Wie das Beispiel zeigt, gewichten wir hier Persönlichkeit und Terroircharakter höher in Zweiersprüngen ebenso die zu erwartende Zukunft – je gelb markiert. Denn wir sind der Meinung, es gibt viele ordentliche Weine, was aber die Besonderheit und höhere Wertigkeit eines Weines ausmacht, sind eben das Individuelle wie Terroirtonen und Zukunft. Auch hier sehen Sie einen Beispiel-Bewertungsbogen eines Prüfers.

 

In der Kategorie 3, Weine mit über 9 g/Liter Restsüße, bewerten wir die Fruchtigkeit im Zweiersprung, weil man dies dort vor allem sucht, sowie auch die Zukunft. Gleiches gilt für die Kategorie 4, edelsüße Weine. Hier finden sich Beispielbewertungen.

Wie Sie sich überzeugen können, haben wir ein sehr gutes Bewertungssystem entwickelt, das neben dick und schwer auch leichteren und restsüßen Weinen gute Chancen gibt und deren Charakter unterstreicht, denn es sind ja nicht nur die Geschmäcker verschieden, sondern auch die Anlässe.

Weinbewertungsbogen bonvinitas Kategorie 3Weinbewertungsbogen bonvinitas Kategorie 3
Weinbewertungsbogen bonvinitas Kategorie 4Weinbewertungsbogen bonvinitas Kategorie 4
 

Empfohlen von bonvinitas

Ab 85 Punkten können die Weinerzeuger "empfohlen von bonvinitas" für die betreffenden Weine verwenden:

Auf der Website, auf den Verkaufsunterlagen, im Marketing sowie auf den Weinetiketten. Letzteres haben wir rechtlich mit einem bekannten Wein-Rechtsanwalt abgeklärt.

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