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Preise für Olivenöl stark gestiegen

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Von Redaktion bonvinitas  1291  
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Olivenbäume in Italien sind weiterhin von einem gefährlichen Bakterium bedroht.Olivenbäume in Italien sind weiterhin von einem gefährlichen Bakterium bedroht.

Der Grund sind massive Ernteausfälle in Italien und Spanien. Härter als Deutschland trifft es aber andere.

 

 

Die Preise für Olivenöl steigen in Europa massiv an. Der Grund dafür sind sind kranke Bäume in Italien und eine schwache Ernte in Spanien. Die Preise sind laut dem Marktforschungsunternehmen IRI 2015 europaweit um rund 20 % gestiegen. Insgesamt haben die europäischen Verbraucher in den Supermärkten im vergangenen Jahr 231 Mio. Euro mehr für Olivenöl ausgegeben.

 

Besonders hart trifft es Italien, Spanien und Griechenland

Die Marktforscher untersuchten die Preisentwicklung in sieben Ländern: Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Niederlande und Großbritannien. Ergebnis: Am höchsten waren die Preissteigerungen in Spanien, Italien und Griechenland, wo Olivenöl zu einem der wichtigsten Lebensmittel gehört. Aktionsverkäufe wurden gestoppt, die Preise stiegen 2015 um 27,2 % in Spanien verglichen zum Vorjahr, um 21 % in Italien und um 17,2 % in Griechenland. In Deutschland, wo traditionell eher andere Fette zum Braten und Kochen benutzt werden, betrug die Preissteigerung 8,4 %.

Am Kiosk im süditalienischen Lecce: Das Xylella-Bakterium bestimmt die Schlagzeilen.Am Kiosk im süditalienischen Lecce: Das Xylella-Bakterium bestimmt die Schlagzeilen.Der Grund für den Preisanstieg ist eine bakterielle Infektion an Olivenbäumen in Italien, die mehr als eine Million Olivenbäume befallen hat. Das sogenannte Feuerbakterium (Xylella fastidiosa) trat 2013 zum ersten Mal in Süditalien auf. Ein Pflanzenschutzmittel dagegen gibt es bisher nicht, weshalb befallene Bäume gerodet werden müssen.

Hinzu kommt eine schwache Ernte in Spanien, Europas größtem Produzenten für Olivenöl. Hersteller und auch die Händler mit ihren Eigenmarken erhöhen deshalb seit Monaten die Preise, um ihre Kosten zu decken.

 

Auch der Absatz ist auf Talfahrt

Der Effekt: Die Verbraucher griffen gerade in den letzten Monaten des vergangenen Jahres immer weniger zum Olivenöl. IRI meldet parallel zur Preissteigerung ein Minus im Absatz in allen Ländern mit Ausnahme von Italien. Am deutlichsten waren die Rückgänge in Griechenland. Hier wurden im Vergleich zu 2014 ganze 18 % weniger Olivenöl verkauft, in Spanien 16,2 %. Zum Vergleich: In Deutschland sank der Absatz nur um 2,1 %.

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Fotos: Alice Gundlach

Textquelle: IRI


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