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Österreichische Winzer zufrieden mit Weinlese 2015

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Weingärten im Weinbaugebiet Traisental in Niederösterreich. (Foto: ÖWM/Himml)' Weingärten im Weinbaugebiet Traisental in Niederösterreich. (Foto: ÖWM/Himml)

Erntemenge konnte stark zulegen – trotz teilweise starker Hagelschäden im Mai. Prognose für die Weine: viel Frucht-Aromatik, aber geringe Säure.

Nach dem arbeitsintensiven und problematischen Jahr 2014 sind die Österreichischen Winzer mit der Lese 2015 mehr als zufrieden. Obwohl es mit den Gefühlen zunächst auf und ab ging: Das Frühjahr bescherte eine gute Blüte, doch dann kam es Anfang Mai in allen Regionen bis auf das Burgenland zu teilweise massiven Hagelschäden. In Niederösterreich z.B. vernichtete der Hagel am Wagram, im Kremstal und Kamptal den Ertrag von 3000 ha Weingartenfläche. In der Steiermark verursachte ein einziges Hagelwetter Einbußen von 25 bis 30 % - es fand allerdings so früh im Jahr statt, dass es die Qualität der verbleibenden Trauben nicht beeinträchtigte.


Sommerhitze hinterließ Spuren

Herbst im Burgenland. (Foto: ÖWM/Lukan)Es folgte ein heißer und sehr trockene Sommer, in dem auch die Nächte sehr warm blieben, was den Winzern Sorge bereitete. Mitte August gab es dann aber in den meisten Regionen wieder ausreichend Regen. Die letzte Hitzeperiode Ende August verhalf den Reben zu sehr guter Reife, bereits kühlere Nächte führten zu optimaler Aroma-Entwicklung. Ein guter Wetterverlauf im Herbst erlaubte eine entspannte Lese ohne Zeitdruck.


Die Sommerhitze hinterließ aber auch Spuren, die die Önologen bei der Verarbeitung und Vergärung der Trauben herausforderten, mitunter gab es manch knifflige Aufgabe zu lösen. Durch die dieses Jahr ausnahmsweise zugelassene Säuerung konnten die Kellermeister für mikrobiologische Sicherheit vor allem bei frühreifenden Sorten sorgen. Von den Weinen des Jahrgangs wird eine fruchtige Aromatik und Sortenausprägung bei moderater Säure und meist kräftigem Alkoholgehalt erwartet.


Mengen allerseits deutlich überdurchschnittlich

In den Weingärten von Wien. (Foto: ÖWM / Lammerhuber)Gemäß der Oktober-Prognose von Statistik Austria wird die österreichische Weinernte 2015 auf 2,5 Mio. hl geschätzt – das sind 27 % mehr als im Jahr davor. Damit würde das Mittel der letzten fünf – mehrheitlich mengenschwachen – Jahre deutlich (+14%) übertroffen. Ausschlaggebend für diese Zuwächse waren in erster Linie das Ausbleiben strenger Winter- und Spätfröste sowie gute Witterungsbedingungen zur Weinblüte. Auffällig waren der mehrheitlich gesunde Zustand der Trauben sowie der relativ geringe Schädlingsdruck.

Aus Niederösterreich wird mit 1,5 Mio. hl eine um 19 % höhere Weinproduktion als im verregneten Vorjahr gemeldet. Dabei wird die Rotweinproduktion mit 424.100 hl massiv gegenüber dem schwachen Vorjahresergebnis zulegen (+45 %). Für Weißwein stehen 1,1 Mio. hl und damit 11 % mehr an. Das Burgenland erwartet mit 759.200 hl fast doppelt so viel Menge wie im Vorjahr und ein Viertel über dem Fünfjahresschnitt. Bei den Weißweinen sind es 67 % mehr, bei den Rotweinen 34 %. Sogar die von Hagel besonders gebeutelte Steiermark kann am Ende rund 25 % mehr Ertrag als im Vorjahr und 12 % mehr als im Fünfjahresschnitt erwarten, ebenso wie die Hauptstadt Wien.

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Fotos: ÖWM

Textquelle: ÖWM


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