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Das bonvinitas Bewertungssystem – wie wir die Weine bewerten (lassen) - im 100-Punkte-System - sowie unsere Bewertungsbogen

https://www.bonvinitas.com/media/reviews/photos/thumbnail/780x480c/d3/2f/b4/bonvinitas-wie-wir-weine-bewerten-lassen-18-1443435513.jpg
Von Dieter Simon, Chefredakteur und Herausgeber bonvinitas  24439  
Die Bewertung erfolgt durch Weinfachleute in Blindbewertung in vier Kategorien nach dem 100-Punkte-System, das wir weiterentwickelt haben - dazu unten mehr. Von bonvinitas selbst wertet niemand mit. Die Bewertungen sind absolut neutral. Hier Impressionen von Bewertungen

Die Punkte

85 bis 88 Punkte: sehr gut

89 bis 94 Punkte: ausgezeichnet

95 Punkte und mehr: hervorragend / Spitzenwein

(Wir veröffentlichen alle Weine im Weinführer ab 85 Punkten. Dies gilt ab 2021. Zuvor haben wir ab 82 Punkten veröffentlicht.)

Die Kategorien

Kategorie 1 - grüne Punkte: leichtere trockene Weine bis 12% Alkohol. Hier gewichten wir im Bukett die Frische und Lebendigkeit stärker und auf der Zunge den Trinkspaß. Denn wir sind überzeugt, dass dies bei leichteren Weinen insbesondere gesucht wird.

Kategorie 2 - rote Punkte: trocken über 12%. Hier gewichten wir die Persönlichkeit des Weins stärker, das Individuelle sowie Terroirsnoten als auch die zu erwartende Zukunft, Profile, die man von diesen Weinen erwartet.

Kategorie 3 - orange Punkte: Weine mit über 9 g/l Zucker. Hier gewichten wir die Fruchtigkeit stärker sowie ebenfalls die voraussichtliche Zukunft, denn von einem lieblicheren Wein erwartet man in erster Linie Frucht.

Kategorie 4 - violette Punkte, edelsüß: Hier gewichten wir wie in Kategorie 3.

Die Bewertungsbogen

Beisspielhaft ausgefüllte Bewertungsbogen – je als pdf hinterlegft (durch Anklicken):

bonvinitas Bewertungsbogen Kategorie 1bonvinitas Bewertungsbogen Kategorie 1

bonvinitas Bewertungsbogen Kategorie 2bonvinitas Bewertungsbogen Kategorie 2bonvinitas Bewertungsbogen Kategorie 3bonvinitas Bewertungsbogen Kategorie 3bonvinitas Bewertungsbogen Kategorie 4bonvinitas Bewertungsbogen Kategorie 4

Absolut neutrale Blindverkostungen sind selbstverständlich. Von bonvinitas selbst wertet grundsätzlich niemand mit. Im Kopf der Bogen werden den Prüfern lediglich genannt: das Land – ohne Untergebiet, die Sorte/n, wenn sie auf dem Etikett steht/en, schließlich dürfen die Konsumenten dann einen Sortencharakter erwarten. Weiter nennen wir die Weinart, die sich nicht immer durch den Augenschein ergibt, zum Beispiel bei einem Blanc de Noir. Weiter genannt werden der Jahrgang, wenn er auf dem Etikett steht, sowie Geschmacksangaben, wie z.B. feinherb, denen der Wein dann entsprechen muss. Gleiches gilt für Besonderheiten, wie z.B. Barrique. Stehen diese auf dem Etikett, nennen wir sie den Prüfern, weil der Wein dem dann entsprechen muss.

Bei den edelsüßen Weinen in der Kategorie 4 geben wir die Qualitätsstufe an, da die Pürfer wissen und entsprechend werten sollen, wenn auf dem Etikett Auslese, Beeren- oder Trockenbeerenauslese steht oder auch Eiswein, weil der Konsument dann auch Entspechendes erwarten darf.

Soviel zum Kopf der Bewertungsbogen und den Angaben für die Prüfer, dann geht es mit den Bewertungen los:

Zunächst das Aussehen

Das heißt Klarheit und Farbe. Für gut stehen je 2 bzw. 3 Punkte, die jedoch nicht weiter ansteigen (können), denn ein Wein kann nicht klarer als klar und die Farbe nicht eindeutiger als eindeutig sein. Sollte ein Wein nicht klar sein oder die Farbe untypisch oder bei Rotwein schwach, kann es Abzüge geben.

Dem folgt der Geruch

Da geht es zunächst um die Reintönigkeit und das Typische, das ein Konsument erwarten darf. Auch hier gelten je 5 Punkte für gut, die sich nicht weiter steigern können, denn reintöniger als reintönig und typischer als typisch kann ein Wein nicht sein. Sollte ein Wein nicht reintönig sein oder untypisch, kann es Abzüge geben.

Dann folgen die Beurteilungen der Frucht und der Intensität des Buketts. Hier sind Steigerungen möglich – hellgelb unterlegt.  Sind diese vergleichsweise schwach, kann es auch Abzüge geben. In der Kategorie 1 ist zusätzlich die Beurteilung der Frische und Lebendigkeit eingefügt, weil diese von trockenen leichteren Weinen insbesondere erwartet werden dürfen. Wir haben dies grün markiert, um die Prüfer besonders darauf aufmerksam zu machen. Entsprechendes gilt bei restsüßen und insbesondere bei edelsüßen Weinen für die Frucht, die dort besonders erwartet werden dürfen – goldgelb unterlegt, ebenfalls um die Prüfer besonders darauf aufmerksam zu machen.

Dann der Geschmack

Hier gelten für die Reintönigkeit und das Typische dasselbe wie beim Geruch. Steigerungsmöglichkeiten gibt es natürlich bei der Frucht und Intensität. Sollten diese vergleichsweise schwächer sein, sind auch Abzüge möglich.

Dann der Abgang

Hier spielt vor allem die Länge eine Rolle, die bis hervorragend gehen kann – hellgelb unterlegt - allerdings auch schwächer. Im Nachhall geht es vor allem um dessen Reinheit, der nicht mehr als korrekt sein kann und sich daher nicht über gut steigert. 

Und schließlich der Gesamteindruck und die Harmonie

Hier lenken wir die Aufmerksamkeit der Prüfer in besonderer Weise in der Kategorie 1 auf den Trinkspaß - grün unterlegt, in der Kategorie 2 auf die Persönlichkeit und Terroirs sowie die Zukunft – rotgold unterlegt. Restsüße Weine - Kategorie 3 - können eine gute Zukunft vermuten lassen, und ganz besonders die edelsüßen - Kategorie 4 - je goldgelb unterlegt. 

Dieter Simon, Chefredakteur und Herausgeber bonvinitas

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