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Rheingau Gourmet & Wein Festival: vom Lunch am 23.2.2018

mit 2-Sterne-Koch Thomas Martin – Weinmoderation Hendrik Thoma

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Rheingau Gourmet & Wein Festival: vom Lunch am 23.2.2018Rheingau Gourmet & Wein Festival: vom Lunch am 23.2.2018
Mit Recht kann Hans Burkhardt Ullrich, Gründer und Organisator des Festivals, es als eines der weltweit wichtigsten Gourmet-Ereignisse bezeichnen, das sich nun zum 22. Mal jährte. Wiederum konnte Ullrich fast 50 international bekannte Spitzenköche, viele mit 2 und 3 Michelin-Sternen, in sein Hotel und Restaurant Kronenschlösschen nach Hattenheim holen, die an 18 Tagen ihr großartiges Können zeigen, ebenso wie 243 Weine von internationalen Spitzenwinzern. Ich durfte am Lunch, bereitet von 2 Michelin-Sterne-Koch Thomas Martin vom Hotel Jakob in Hamburg, am 23. Februar 2018, teilnehmen, wovon ich gerne berichte:

Entree: Roh marinierter Loup de Mer mit Avocado / Sesam / Koriander

Gleich in Höhen geschraubt wurden die Erwartungen mit diesem Entree: Roh marinierter Loup de Mer mit Avocado-Variationen, Sesam und vor allem Koriander, welcher der Vinaigrette eine absolut raffinierte Note verlieh. Äußerst gekonnt unterstrichen die Avocado-Variationen den Fisch mit ihrem zarten Fettgehalt. Zu jedem Gang wurden zwei Weine kredenzt, moderiert von Hendrik Thoma, Inhaber von WEIN am LIMIT, ebenfalls in Hamburg.

Thomas Martin und Hendrik Thoma kennen sich gut und das seit langem, wirkt Martin doch schon seit 20 Jahren im „Jakob“, wo der einst gelernte Koch Thoma 13 Jahre als Sommelier fungierte. Seit 1999 trägt Thoma den Titel „Master Sommelier“, den er in London erwarb. Mit seinem WEIN am LIMIT - viel mehr als eine übliche Weinhandlung - bietet er nicht nur Tropfen von internationalen Spitzenweingütern, sondern fahndet stets nach dem ganz Besonderen. So war einer der Weine, den er zu dem roh marinierten Loup de Mer reichte, eine 2014 Cuvée Metis des Weinguts Pearl Morissette aus Ontario/Kanada, die mit einem gereiften Bukett, sanfter Barrique-Note und vor allem mit ihren floralen Tönen im Finish wunderbar mit den Koreander-Noten harmonierte. Wer hat schon einmal kanadischen Wein getrunken?

Nordsee-Steinbutt / Beure Blanc / Blattspinat

Die Beure Blanc war ein Erlebnis zum Dahinschmelzen, ein absoluter Höhepunkt! Ich habe sie immer noch in lebhafter Erinnerung. Sehr raffiniert auch der Wein, den Thoma zusammen mit einem weiteren Freund, Dirk Würtz, ausgesucht hatte: 2015 Riesling „22“ Rheingauer Landwein, VDP Weingut Balthasar Ress, ebenfalls aus Hattenheim, Rheingau. Ein Wein, der auf Grund einer Idee zusammen mit WEIN am LIMIT entstanden ist, und von diesem angeboten wird. Würtz, ein ehemaliger Quereinsteiger, langjähriger Kellermeister bei Robert Weil und späterer Weinblogger, ist nun Betriebsleiter bei Ress. Der Wein, geerntet in der Quarzit- und Schieferlage Rüdesheimer Berg, absolut natur ausgebaut, ohne jede Behandlung, 22 Monate auf der Hefe gereift, knochentrocken, nicht filtriert … leicht trüb im Glas, war ein Erlebnis der besonderen Art, ein absolut individueller Tropfen mit Tönen von Orangen in der Nase, auf der Zunge sehr lebhaft, wie eine junge Dame, und zur Beure Blanc eine tolle Entdeckung.

Geschmorte Ochsenschulter

So lautete der Hauptgang mit Rotweinreduktion, Zwiebeln, Möhrchen und Selleriepüree. Exzellent auch hier die Jus! Neben einem roten 2014 „Il Piccolo“ von Montecarrubo, Sizilien, hatte Thoma nochmals einen Natur-Riesling aus der Zusammenarbeit Ress / WEIN am LIMIT ausgewählt: 2014 Riesling „32“ Rheingauer Landwein, Weingut Balthasar Ress, in gleicher Weise in Kooperation mit und angeboten von WEIN am LIMIT, 32 Monate auf der Hefe gereift, zu dem ich notiert habe: Enorm breite Blume, auf der Zunge interessant trocken, eine Geschichte erzählend, und im Finish geht das „Trocken“ noch lange, lange weiter … Laut Würtz stammt der Tropfen aus der Lößlage Hattenheimer Engelmannsberg und war eine super Weinkombination zu der geschmorten Ochsenschulter.

Brie de Meaux mit schwarzen Trüffel

Als krönender Abschluss folgte ein Brie de Meaux mit schwarzen Trüffel. Sehr schön dazu der 2011 Côtes du Jura, Château d’Arlay, Jura, eine wunderbare Kombination und ein ebenso ausgefallener Tropfen, zu dem ich notiert habe: Im Duft Noten von Champignon und grünem Paprika, gipfelnd in Karamelltönen, sehr trocken, tolles Finish, wie ein Kirschgarten in der Frühjahrsblüte, und ein Wein, der sehr schön die Trüffel unterstrich.

Hier die wichtigsten handelnden Personen sowie alle Weine auf einen Blick:

 

Von links: 2-Sterne-Koch Thomas Martin, Veranstalter Hans B. Ullrich, Master Sommelier Hendrik Thoma, Dirk Würtz.Von links: 2-Sterne-Koch Thomas Martin, Veranstalter Hans B. Ullrich, Master Sommelier Hendrik Thoma, Dirk Würtz.

 
Text und Fotos (außer das Foto vom Haus): Dieter Simon, Chefredakteur und Herausgeber bonvinitas
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