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bonvinitas: Wein-Entdeckungen der Redaktion

R13S vom Weingut Heinz Bus&Sohn sowie das Weingut Maximilian Bohnert

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Von Dieter Simon  1223  
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Neben unseren regulären Weinbewertungen in Blindproben durch externe Weinfachleute, bei denen der Neutralität wegen von bonvinitas selbst niemand mitwertet, erreichen uns immer wieder interessante Tropfen, die ich selbst verkoste. Die Ergebnisse stellen meine persönliche Meinung dar, daher: bonvinitas-Redaktionsentdeckungen.
 
Winzermeister Carsten Bus, der das Wein- und Sektgut Heinz Bus&Sohn heute führt.Winzermeister Carsten Bus, der das Wein- und Sektgut Heinz Bus&Sohn heute führt.
Maximilian Bohnert mit Ehefrau Lena. Foto: Daniel BollingerMaximilian Bohnert mit Ehefrau Lena. Foto: Daniel Bollinger
Gut gefallen hat mir der R13S des Weinguts Heinz Bus & Sohn aus Insheim/Pfalz, eine Riesling-Sauvignon blanc Cuvée, die mich an einen samtigen Pelzmantel erinnert, und die ich intern mit 89 Punkten in der Kategorie 1, grüne Punkte, leichtere trockene Weine bis 12 % Alkohol, bewertet habe. Ein kräftiger, süffiger Tropfen mit eigener Persönlichkeit bei „lediglich“ 12 %, der saftig auf der Zunge bleibt und gut zu Räucherfisch, gebratenen Garnelen oder Pilzen in Rahm passt. Auf der Website des 40 Hektar Weinguts heißt es: „Durch die Kombination von traditionellem Weinbau und modernster Ernte- und Kellertechnik entstehen erstklassige, individuelle und qualitativ hochwertige Weine, die durch das milde Klima der Südpfalz ihren typisch frisch-fruchtigen Charakter erhalten“, was ich bei diesem Wein bestätigen kann.
 
Eine echte Entdeckung, ja ein Geheimtipp ist das noch junge Weingut Maximilian Bohnert in Achern-Oberachern/Baden. 2011 wurde Maximilian Bohnert beim Wettbewerb der deutschen Landjugend als bester deutscher Winzermeister gekürt. Aus ein Winzerfamilie stammend, die sich bislang auf die Traubenerzeugung konzentrierte, begann Bohnert 2010 mit den ersten Schritten zu seinem eigenen Weingut mit eigenen Weinen. Inzwischen bewirtschafte er 4,2 Hektar. 

Sehr gut gefallen hat mir sein 2014 Grauburgunder trocken vom Oberacherner Bienenberg, den er vier Tage einer offenen Maischegärung unterzog, woher die leicht rötliche Farbe rührt – fast ein Orangewein, wozu Grauburgunder durch die natürliche bräunliche Färbung der Traube noch beiträgt. An einen großen goldenen Bernstein erinnert mich der Tropfen mit Noten von Honigmelone, Honig und Toast in der Nase; mundfüllend mit ebenfalls eigener Persönlichkeit und viel Struktur, eigener Art und dezent eingebauter Holznote im Finish, die von der Kraft gut getragen wird – mit weiterem Entwicklungspotenzial. Mit 92 Punkten (Kategorie 2, rote Punkte, trocken über 12%) habe ich diesen überzeugenden Tropfen bewertet, der gut zu Räucheraal, T-Bone-Steaks oder Fleischspießen passt. 

Die bräunliche bis kupferfarbene Grauburgunder-TraubeDie bräunliche bis kupferfarbene Grauburgunder-TraubeGleichmaßen gefallen hat mir sein 2014 Spätburgunder Rotwein trocken aus derselben Lage, den ich mit 90 Punkten bewertet habe, ein Wein wie eine Lichtung im Tannenwald mit gut balanciertem Rotweinkörper zwischen Burgunderfrucht und feinen Tanninen, was sich im angenehmen Finish fortsetzt. Gut 8 bis 10 Jahre Entwicklungspotenzial und Stand heute gut zu Rinderschmorbraten, Lamm- oder Rehkeule. 

Befragt nach seiner Philosophie antwortete Bohnet: „Den Wein machen lassen, Traube und Jahrgang gehen vor Handwerk im Keller. Der Jahrgang soll schmeckbar sein. So dürfen zum Beispiel die 2014er etwas leichter und fruchtiger, die 2015er (Wir sind gespannt darauf.) etwas cremiger sein.“

Dieter Simon, Herausgeber und Chefredakteur bonvinitas. Aufmacherbild und Traube bonvinitas, andere Bilder PR

 

 
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