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Die Sieger des Grauburgunder-Preises 2018

diesmal auf dem Rhein vorgestellt

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Die „Weinland Baden“ am Pier von Breisach/Rhein, wo die diesjährige Preisverleihung stattfand.Die „Weinland Baden“ am Pier von Breisach/Rhein, wo die diesjährige Preisverleihung stattfand.

1. Sieger in der Kategorie 1

Weingut Fitz-Schneider: Ludwig und Erna Schneider mit Tochter Christine.Weingut Fitz-Schneider: Ludwig und Erna Schneider mit Tochter Christine.trocken, unter 13 %, ohne Holzfass und Barrique, von 190 eingereichten Weinen:
2017 Grauburgunder trocken, Weingut Fitz-Schneider, Edenkoben/Pfalz
Das 14 Hektar-Weingut ist ein Familienbetrieb. Inhaber ist Ludwig Schneider, begleitet von Ehefrau Erna. Frischen Wind bringt Tochter und gelernte Weinbautechnikerin Christine, die sogar in Neuseeland Erfahrungen sammeln konnte. Im Vordergrund stehen Grauburgunder, Riesling, Spätburgunder und Silvaner, die teils auf roten Sandstein teils auf sandigem Lehm wachsen. Christine, die in der Familie ihres lebhaften Einsatzes wegen die „Kellerassel“ genannt wird: „Wir belassen unsere Weißweine natur, das heißt bewusst ohne Holzfass- oder Barrique-Einsatz.“ Oma und Opa Sieglinde und Heinrich Fitz kümmern sich um das Gästehaus mit schönen Gästezimmern, und es gibt sogar einen Wohnmobilstellplatz.
 
Die öffentliche Siegerehrung 2018 fand am 13. Juli auf dem Schiff „Weinland Baden“ der Breisacher Fahrgast-Schifffahrt GmbH am Pier von Breisach/Rhein statt. Die Weine waren zuvor in zwei Durchgängen von Fachleuten in Blindverkostung bewertet worden. Der Grauburgunder-Preis wird seit 2007 jährlich in vier Kategorien ausgeschrieben. Ausrichtung wie Siegerehrung lagen in Händen der Naturgarten Kaiserstuhl GmbH zusammen mit der Kaiserstühler Weinwirtschaft und dem Badischen Weinbauverband. Zum diesjährigen Grauburgunder-Preis wurden insgesamt 468 Weine eingereicht.

1. Sieger in der Kategorie 2

Leopold Schätzle jun.Leopold Schätzle jun.trocken, über 13%, ohne merkbaren Holzeinfluss, von 155 Weinen:
2017 Endinger Steingrube Grauburgunder Kabinett trocken, Weingut Leopold Schätzle, Endingen am Kaiserstuhl/Baden
Es hat schon viele Preise gewonnen, insbesondere bei den Bundesweinprämierungen, das Weingut Leopold Schätzle aus dem badischen Endingen am Kaiserstuhl. Die Endinger Steingrube mit reinen Vulkangesteinsböden zählt zu den badischen Spitzenlagen. Patron ist Leopold Schätzle sen., der das Weingut aus kleinen Anfängen zur heutigen Bedeutung geführt hat. Weinbereiter ist Leopold Schätzle jun., gelernter Weinbautechniker, und Schwester Cecilia kümmert sich um den Verkauf. Die Hauptsorten bilden Grau- und Spätburgunder. Besonders stolz ist der Patron auf seine Scheurebe. Auf Grund familiärer Wurzeln besitzt das Weingut auch Lagen im nahen Burkheimer Schlossberg und bietet Proben und Dîners in der urigen Schlossruine an. Im Weingut gibt es außerdem Ferienwohnungen und einen Wohnmobilstellplatz.

1. Sieger in der Kategorie 3

Premiumqualitäten, trocken, bis max. 4 g/l Restzucker, Holzfass- und Barrique-Reifung sind zugelassen, von 107 eingereichten Weinen:
2015 Spiegelberg Grauburgunder trocken, VDP Weingut Heitlinger, Östringen-Tiefenbach/Baden
Claus Burmeister, Leiter der VDP Weingüter Heitlinger und Burg Ravensburg. Foto: Manuel DebusClaus Burmeister, Leiter der VDP Weingüter Heitlinger und Burg Ravensburg. Foto: Manuel DebusDas Weingut Heitlinger in Östringen-Tiefenbach im badischen Kraichgau umfasst 85 ha Weinberge. Klarer Fokus liegt auf den Burgundersorten, welche fast 90% der Produktion ausmachen. Neben den Klassikern Spätburgunder, Grauburgunder und Weissburgunder werden auch Chardonnay, Auxerrois und Pinot Meunier gepflegt. Winemaker ist Claus Burmeister, der zugleich das Weingut Burg Ravensburg im nahen Sulzfeld leitet, das bestehend seit 1251 zu den ältesten Deutschlands zählt. Beide sind VDP-Weingüter, beide sind bio-zertifiziert und mit einer Gesamtrebfläche von fast 120 ha zusammen einer der größten Ökowein-Gutsbetriebe Deutschlands. Alle Trauben werden ausschließlich von Hand geerntet, die Trauben bzw. Maische nicht gepumpt, sehr sanft gepresst und möglichst mit natürlichen Hefen vergoren. 
 
Claus Burmeister ist auf Burg Ravensburg aufgewachsen, das von seinem Vater, Hubertus Burmeister, geleitet wurde.  Studiert hat Claus Burmeister Weinbaubetriebswirtschaftslehre an der FH Heilbronn und war von 2000 bis Ende 2008 Vorsitzender des VDP Baden.
 
Der „Spiegelberg“ ist eine steile und geschützte Lage in Tiefenbach, mit stark eisen- und kalkhaltigem Buntem Mergel. Der Weinberg soll auf die Römer zurückgehen, die dort einen Signalturm mit Bronzespiegel (SPIEGELBERG) hatten. Die 25 bis 35 Jahre alten Reben tragen auf dem sehr kargen Gesteinsboden kleine Trauben und Beeren, welche die besondere Intensität und Charakteristik der Weinbergslage konzentrieren. Diese werden schonend von Hand geerntet, mit weinbergs-eigenen Hefen im Barrique und Holzfass vergoren, wo die Weine weitere acht Monate reifen. Burmeister beschreibt den Wein wie folgt: „Farbe leichter Kupferschimmer. Ätherische, minzige Note. Am Gaumen Aprikose, Zitronenabrieb und Pfirsich. Eigenständiger, fruchtbetonter Typ mit dezentem Holzeinsatz. Feinstoffig mit zupackendem phenolischem Griff. Zarte, feine Säureader. Exzellente Länge.“

1.  Sieger Kategorie 4

Winzergenossenschaft Achkarren: Geschäftsführer Denis Kirstein (links) sowie  erster Kellermeister Christoph Rombach.Winzergenossenschaft Achkarren: Geschäftsführer Denis Kirstein (links) sowie erster Kellermeister Christoph Rombach.edelsüße Ruländer- und Dessertweine, von 16 eingereichten Weinen:
2016 Achkarrer Schlossberg Ruländer Eiswein, Winzergenossenschaft Achkarren/Baden, Kaiserstuhl
Eine Bemerkung vorneweg: Bei Ruländer und Grauburgunder handelt es sich um dieselbe Rebsorte. Es hat sich eingebürgert, sie bei trockenen Weinen Grauburgunder zu nennen und bei lieblichen bis edelsüßen die alte Bezeichnung Ruländer beizubehalten.
Die Winzergenossenschaft Achkarren umfasst 185 Hektar Reben sowohl in der Spitzenlage Schlossberg mit Vulkanböden sowie im Castellberg mit Lössböden. Im Vordergrund stehen Burgunder-Sorten, vor allem Grau- und blauer Spätburgunder. Zu den leitenden Personen zählen der erste Kellermeister Christoph Rombach sowie Geschäftsführer Denis Kirstein. Neu ist ein Müller-Thurgau im Barrique sowie die Spitzenlinie „Edition A“, Weine aus stark ertragsreduziertem Anbau auf rund 40 kg Trauben pro Ar und ausgebaut in neuen Limousin-Eiche-Barriques. Zum Vergleich kann rund die doppelte Menge pro Ar als normal gelten. Das junge Publikum spricht man mit der neuen feinherben Linie „Glücksgriff“ an.
 
Text: Dieter Simon, Chefredakteur und Herausgeber bonvinitas; Fotos: PR, sofern nicht anders angegeben.
 
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