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Nervennahrung, das Koch-und-Lesebuch der bekannten SPIEGEL-Online-Kolumnistin Verena Lugert

macht riesig Freude an Kochen und Essen

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Von Horst Kröber  1003  
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Nervennahrung, das Koch-und-Lesebuch der bekannten SPIEGEL-Online-Kolumnistin Verena Lugert - macht riesig Freude an Kochen und EssenNervennahrung, das Koch-und-Lesebuch der bekannten SPIEGEL-Online-Kolumnistin Verena Lugert - macht riesig Freude an Kochen und Essen
Verena Lugert. Foto Peter RigaudVerena Lugert. Foto Peter RigaudMan kennt Verena Lugert sowohl als Bestseller-Autorin als auch als SPIEGEL-Online-Kolumnistin. Neben ihrer literarischen Begabung  hat sie jedoch auch als Köchin Erfahrungen in der Spitzengastronomie gesammelt. All dies bringt sie ein in dieses „Kochlesebuch“. Ein Buch, das wie ich finde, genau zur richtigen Zeit erschienen ist. Geschrieben im Corona-Lockdown, ist dieses 180 Seiten starke Büchlein Nahrung für Leib und Seele, regt zum Kochen an und hat einen hohen Unterhaltungswert. Ihre einfachen Rezepte sind für jeden ohne große Vorkenntnisse nachkochbar und die kleinen Geschichten rund ums Essen machen einfach Spaß zu lesen. Rezepte fürs Gemüt und den Genuss. Da der Urlaub in Coronazeiten eher flach fällt, kommen diese kleinen, aber feinen Gerichte aus allen Teilen der Welt gerade recht und zaubern etwas Exotik in den jetzt eher tristen Alltag.

Genuss für Leib und Seele

Neben dem obligatorischen Vorwort, in dem Lugert ein wenig über sich erzählt , sucht man vergeblich, die für „Kochbücher“ sonst übliche Einteilung in Vor-, Haupt- und Nachspeise etc. Mit „Herzhaftes für den Hunger“, „Nudeliges für die Nerven“, Gemüse fürs Gemüt“ und Süßes für die Seele wird schon deutlich worum es Lugert geht: Ums gesamte Wohlbefinden. So sind die Gerichte im ersten Abschnitt eher von der deftigen Art. Ob „Albondigas“- spanische Fleischklößchen“, ein etwas modernes, bzw. entstaubtes „Beef Wellington“ oder Jim´s Jamaicon-Jerk Chicken“ machen einfach Lust auf Essen und die jedem Gericht vorgelagerten kleinen Geschichten wirken dabei wie ein Aperitif. Selten hatte ich nach Lugerts zu Herzen gehenden Geschichte die letztlich zum Verzehr eines krossen Brathähnchens führte, eine solche Lust verspürt mir ein Hähnchen einzuverleiben. Dasselbe gilt auch für die in den verschiedensten Variationen zu verspeisenden „Moink-Balls“ oder dem  indisch angehauchten Gericht „Chicken-Tikka-Masala“. Aber auch Heimisches wie ein „Münchner Schnitzel“ oder ein Schweinebraten a la Moutarde“ oder eine „Maischolle mit Speckstippe“ stehen auf Lugerts Speisezettel. Alles Speisen, die schmecken und satt machen, ohne eine große Anzahl von Zutaten.

Exotisches und Klassisches

Dies gilt auch für das nächste Kapitel: Nudeliges. Nur wenige Gerichte brauchen weniger Zeit als die Zubereitung  dieser Teigwaren. Das heißt nicht, dass sie weniger liebevoll zureitet werden. Das fängt mit „Spaghetti-Carbonara“ an steigert sich zu einer deftigen „Pasta Ferrari mit Salsiccia“ oder eine nur aus drei Zutaten bestehenden „Fettucine-Alfredo“. Wer Lugerts Erlebnisbericht während der Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn und ihrer Ankunft in Irkutsk wir die von ihr dort verspeisten „Pelmeni“ genauso gerne mögen wie sie. Mit der gleichen Lust verspeist sie allerdings auch einfache „ Kässpätzle“ wobei das einfach sich nur auf die Zubereitung bezieht.

Farbenfroh und international wird‘s im Gemüseteil. Ob  „Hirten-Taboulé“, Gado Gado“, einer „Frühlingsfrittata mit Erbsen und frischem Majoran“ oder einer,Sommer-Tomatentarte“ hier kommen auch die Vegetarier voll auf ihre Kosten. Ganz ausgefallen ein „Risotto mit Aprikosen,Gorgonzola und weißer Schokolade“.

Seelennahrung gibt‘s dann mit 8 köstlichen Dessertvariationen, vom „Kardamom-Rhabarber-Crumble“ über „Lavendel-Pannacotta“ bis hin zu klassischen Marillenknödeln.

Übersichtlich und nachkochbar

Trotz einfacher Buchgestaltung ist alles da was es für ein Kochbuch braucht. Es gibt nur einen aber feinen Unterschied. Jedem Rezept sind auf zwei Seiten teils lustige, teils besinnliche aber immer interessante Kurzgeschichten, die sich auf das nachfolgende Gericht beziehen, vorangestellt. Den Zutaten und der Zubereitung sind dann ebenfalls zwei Seiten gewidmet. Ein Foto zeigt letztlich das fertige Gericht. Dies einmal erfreulicherweise nicht als durchgestyltes Hochglanzfoto sondern, dem Sinn des Buches entsprechend, zurückhaltend.

Fazit

Freude am Essen, Freude, am Kochen, Freude am Fabulieren. Dieses Lesekochbuch von Verena Lugert macht einfach Spaß und das nicht nur zu Coronazeiten. Eigentlich schade, dass es nur 180 Seiten hat. Mehr davon!

Text: Horst Kröber. Abbildungen Cover und Innenseiten ZS Verlag, PR.

Nervennahrung
Verena Lugert
192 Seiten, Softcover
ZS Verlag, München Nov. 2020
ISBN 9783965840997
19,99 €
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