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Chablis – die großartigen Chardonnay

Chablis, eine Perle des Burgund und ein internationaler Begriff - und eine Reise dorthin

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Chablis – die großartigen Chardonnay, eine Perle des Burgund. Blick auf den Ort mit den Crand Cru Lagen darüber. Foto: Sébastien Boulard - AdobestockChablis – die großartigen Chardonnay, eine Perle des Burgund. Blick auf den Ort mit den Crand Cru Lagen darüber. Foto: Sébastien Boulard - Adobestock
Austern mit Chablis. Foto: naturalbox - adobestockAustern mit Chablis. Foto: naturalbox - adobestockChablis ist zum internationalen Begriff geworden. Die Weine genießen hohes Ansehen und sind eng mit Chardonnay verbunden, denn keine andere Rebe wird dort kultiviert. Die Chablis Weine vereinen in großartiger Weise elegante Frucht mit Frische auf Basis einer guten Dichte. Schon in wilhelminischen Zeiten galt es bei Kennern (die es sich leisten konnten) als ungeschriebenes Gesetz, dass zu Austern ein Chablis gehört.

Schwere Zeiten bis zum Comeback

Doch die Region um die Gemeinde Chablis im Nordwesten des Burgund musste auch schwere Zeiten erleben. Schon im 19. Jahrhundert führten Reblaus und Mehltau zum Niedergang und ein harter Frost 1957 zur fast vollständigen Vernichtung der Weinberge. Mit Pfropfreben gegen die Reblaus und Heizsystemen in den Weinbergen kam es mit Neuanpflanzungen zum Comeback insbesondere ab der reichen Ernte 1970. Heute sind rund 5.800 Hektar Rebfläche bepflanzt in 19 Gemeinden rund um Chablis vorwiegend an den Hängen des lieblichen Tals des Serein, der das Gebiet durchzieht.

Chablis = Chardonnay

Chardonnay. Foto: Tono Balaguer - AdobestockChardonnay. Foto: Tono Balaguer - AdobestockKalksteinschichtungen im Chablis. Foto: Sébastien Boulard - BIVBKalksteinschichtungen im Chablis. Foto: Sébastien Boulard - BIVB

Die Chardonnay Rebe ist eine natürliche Kreuzung von Gouais Blanc (= Heunisch) und Pinot, stammt genetisch gesichert aus Burgund und wurde schon im 17.Jahrhundert erwähnt. Zisterzienser-Mönche verbreiteten sie in ganz Europa. Diese waren es auch, die sie aus ihrer nahe gelegenen Abtei Pontigny ins Chablis-Gebiet brachten. Ein Glücksfall, denn dort können die Rebwurzeln tiefer in die dort verbreiteten Kimmeridge-Kalksteinschichtungen und den Mergel eindringen, die den Weinen ihren typischen Chablis-Charakter verleihen.

Auf der Weinbauausstellung 1872 in Lyon erhielt die Sorte mit den kleineren kompakteren Weißweintrauben dann ihren endgültigen Namen Chardonnay angelehnt an die kleine burgundische Gemeinde Chardonnay (Chardon = Französisch Distel). Heute gehört Chardonnay mit über 200.000 Hektar vorwiegend in Frankreich, den USA, Australien, Italien und Chile zu den weltweit am meisten angebauten Reben. 

Die vier Qualitätsstufen im Chablis

Chablis die Lagen. Grafiken: BIVBChablis die Lagen. Grafiken: BIVBDie Stufen sind an den Lagen festgemacht. Alle Chablis-Stufen bzw. Lagen sind eingetragene AOC-bzw. AOP-Lagen (Appellation d’Origine Protegée = geschützte Ursprungsbezeichnung, also Qualitätsweine). Die Basis bilden die „Petit Chablis“ mit einem Flächenanteil von 19%, die nächste Stufe „Chablis AOP“ (zuvor AOC) mit 66%. 14% sind als „Chablis Premier Cru“ klassifiziert  und ein Prozent,  die Lagen auf den Südwesthängen direkt über der Gemeinde, als „Chablis Grand Cru“. 

Die Weingüter

Stand 2020 sind 379 Weingüter aktiv und eine Winzergenossenschaft, die rund ein Viertel der Produktion stellt. Knapp zwei Drittel der Weine werden exportiert. Chablis hat eben einen weltweiten Klang.

Näheres findet sich unter www.chablis-weine.de, der Website auf Deutsch des offiziellen „Bureau Interprofessionel des Vins de Bourgogne“ – Abkürzung BIVB, das, was sich bei uns jetzt Schutzgemeinschaften nennt, die zusammen mit dem Handel bei den Qualitätskriterien und der Einstufung der Lagen mitwirken.

Wozu Chablis besonders passt

Die legendären Austern wurden schon erwähnt, doch das ist ja eine ganz besondere Spezialität. Sehr gut schmeckt Chablis zu gehaltvollen und fleischigeren Fischen, wie Lachs, Thunfisch oder Aal, wo er mit seiner Frische und Fruchtsäure einen schönen Gegenpart bildet, sowie zu Meeresfrüchten. Ebenso viel Spaß macht Chablis zu weißem Fleisch insbesondere mit cremigen Saucen. Auf der oben genannten Chablis-Website finden sich übrigens auch schöne Rezepte.

Ein guter Tipp: Die Wein- und Genießerreisen von Vinartours

Chablis: Château Long-Depaquit. Foto: VinartoursChablis: Château Long-Depaquit. Foto: VinartoursChablis, der Ort. Foto: VinartoursChablis, der Ort. Foto: Vinartours

Auf seinen großartigen Frankreich Wein- und Genießerrundreisen macht Vinartours natürlich auch Station in Chablis. Besucht wird u.a. das Weingut Château Long-Depaquit mit Weinprobe und natürlich der Ort Chablis in genießerischer Weise, sowie auch die genannte ehemalige Zisterzienser-Abtei Pontigny mit der weltweit längsten Zisterzienserkirche. Waren es doch die Zisterzienser, durch die der Chardonnay seinen Siegeszug antrat. Näheres unter Vinartours.

Die ehemalige Zisterzienserabtei Pontigny. Foto: BIVBDie ehemalige Zisterzienserabtei Pontigny. Foto: BIVB

Text: Dieter Simon, Chefredakteur und Herausgeber bonvinitas


Frankreich

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