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Deutsche Weißweine im Trend – laut Erwartungen von 984 Branchenprofis

Der internationale Sopexa Wine Trade Monitor

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Deutsche Weißweine liegen im Trend. Das ist das Ergebnis der 8. Ausgabe des „Wine Trade Monitor“ 2019 von Sopexa, erschienen laut Pressemeldung vom 26.2.2020. Der Studie zufolge sehen 72 % der deutschen Weinfachleute in hiesigen Tropfen das größte Wachstumspotenzial, gefolgt von Weinen aus Frankreich (44 %), Italien (41 %) und Spanien (25 %). Bei den Regionen punkten dabei vor allem Rheinhessen und die Pfalz; unter den Rebsorten ist der Grauburgunder auf dem Vormarsch. Für die Studie hatte die Kommunikationsagentur Sopexa Ende letzten Jahres 984 Branchenprofis aus 7 Ländern befragt, davon 124 in Deutschland, darunter Weinfachhändler (stationär und online), Importeure, Großhändler und Agenten, sowie Entscheidungsträger aus dem LEH.

Rebsorten: starke Wachstumsprognosen für die weißen Sorten, insbesondere Grauburgunder 

In Deutschland steigt die Nachfrage nach weißen Rebsorten laut den hiesigen Studienteilnehmern bis Ende 2021 am stärksten. An der Spitze liegt Grauburgunder, dem 41 % der Fachleute Wachstumspotenzial vorhersagen. Auf den Plätzen zwei bis vier landen Sauvignon Blanc (28 %), Riesling (24 %) und Chardonnay (23 %). Die roten Rebsorten werden erst an fünfter Stelle genannt: 19 % der Weinfachleute schreiben dem Merlot das größte Wachstumspotenzial zu, gefolgt von Cabernet Sauvignon (14 %), Tempranillo (13 %), Grenache (12 %) und Syrah (11 %). 

Regionen: Nachfrage nach Weinen aus Rheinhessen, der Pfalz und dem Languedoc steigt 

Das größte Wachstumspotenzial der Weißweine vermachen die Fachleute Rheinhessen und Pfalz mit 45 % bzw. 42 % der Nennungen, gefolgt von Veneto (27 %), Languedoc (23 %), Loire, Baden und Rueda (jeweils 17 %). Bei den Roten sehen 46 % der Fachleute eine steigende Nachfrage für Weine aus dem Languedoc, gefolgt von Bordeaux und dem Rhônetal (jeweils 23 %) sowie Puglia (22 %). Die deutsche Rotweinregion, die am besten abschneidet, ist die Pfalz mit 13 %. 

Schaumweine: Sekt und Crémant kurbeln die Verkaufszahlen an 

Sekt und Crémant sind in der Kategorie Schaumweine nahezu gleichstarke Vorreiter. 74 % bzw. 72 % der deutschen Weinfachleute glauben, sie werden die Verkaufszahlen am stärksten positiv beeinflussen. Prosecco (57 %), Cava (40 %) und Champagne (25 %) landen mit Abstand auf den Plätzen drei bis fünf. 

Kategorien: Bioweine und alkoholreduzierte Weine liegen weiterhin im Trend 

Der Trend zu alkoholreduzierten und ökologischen Weinen festigt sich bis Ende 2021. Dabei stellen die Bioweine die vielversprechendste Kategorie dar, was 46 % der Befragten belegen. 35 % der Fachleute sehen Wachstumspotenzial für alkoholreduzierte Weine, 27 % sagen einen Umsatzanstieg für Rebsortenweine voraus. Auch für Roséweine (21 %), Weine mit regionaler Herkunft (20 %) und preiswerte Weine (15 %) erwarten die Profis eine steigende Nachfrage. 

Image: Deutsche Weine genießen bei Trendeigenschaften bestes Image 

41 % der deutschen Fachleute finden, französische Weine haben insgesamt das beste Image. Die deutschen Weine liegen mit 33 % auf Platz Zwei, gefolgt von Italien (13 %), Spanien (6 %) und Österreich (5 %). Betrachten die Befragten jedoch konkrete Eigenschaften der Weine, so hat die Herkunft Deutschland in dem meisten Fällen mit Abstand den besten Ruf: 

  • Unter den Bioweinen genießen deutsche Weine bei 62 % der Umfrageteilnehmer das beste Image, gefolgt von französischen (20 %) und spanischen Weinen (7 %).
  • Bei der Frage, welche Herkunft Klima- und Umweltaspekte am stärksten beachtet, liegt Deutschland mit 55 % an der Spitze vor Frankreich (12 %) und Österreich (8 %). 
  • 48 % der Befragten geben der deutschen Herkunft in Zusammenhang mit Weinen für die junge Generation das beste Image. Italien liegt mit 22 % auf Platz zwei gefolgt von Spanien mit 16 %. 
  • Für 39 % sind die deutschen Weine am innovativsten. 21 % der Profis geben Spanien und 16 % Italien an. 
  • 45 % der Fachleute finden, die deutsche Herkunft hat das beste Image, was Weine mit konstanter Geschmacksqualität betrifft. Frankreich liegt ebenfalls an der Spitze mit 38 %, weit vor Italien und Spanien (jeweils 5 %). 

Über den Wine Trade Monitor 2019 by Sopexa: 

Die achte Ausgabe des Wine Trade Monitor zeigt die wichtigsten Entwicklungen und Trends auf, die den Weinmarkt bis Ende 2021 beeinflussen könnten. Neben deutschen Weinfachleuten äußerten sich auch Branchenprofis aus Belgien, China, Großbritannien, Hong Kong, Japan und den USA für ihren jeweiligen Markt. Interviewt wurden insgesamt 984 Großhändler, Einzelhändler und Importeure, darunter 92 % Entscheidungsträger (Geschäftsführer, Vertriebsleiter und Einkäufer). Rund 41 % der Befragten verkaufen mehr als 100.000 Flaschen pro Jahr, 17 % mehr als eine Million. 
 
Die kompletten Ergebnisse der Studie können bei Sopexa gegen eine Gebühr bestellt werden. 
Quelle: Sopexa; Foto: Deutsches Weininstitut
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