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Zweiter Fortschrittsbericht der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

Agrarsektor deutlich vom Klimawandel betroffen – auch der Weinbau muss sich anpassen

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Zweiter Fortschrittsbericht der Deutschen Anpassungsstrategie an den KlimawandelZweiter Fortschrittsbericht der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel
Die Bundesregierung legt heute, 6.11.2020, den zweiten Fortschrittsbericht der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel vor. 
 

Für seinen Zuständigkeitsbereich hat sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gemeinsam mit Expertinnen und Experten intensiv in den Fortschrittsbericht eingebracht. Denn gerade die Land- und Forstwirtschaft leiden drastisch unter dem schnellen Klimawandel, Dürreperioden setzen massiv zu, kosten Ernten und die Gesundheit unserer Wälder. Die vergangenen 20 Jahre zählen zu den heißesten und trockensten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. 40 Prozent unserer Wälder sind geschädigt. Die Ostsee hat sich seit 1982 um etwa 2°C erwärmt. Die Wasserspeicher unserer Böden sind mancherorts restlos aufgebraucht. 

Die Bundesministerin Julia KlöcknerDie Bundesministerin Julia KlöcknerBundesministerin Julia Klöckner: „Zu einer vorsorgenden Klimapolitik zählt neben einem konsequenten Klimaschutz auch eine umfassende Klimaanpassung. Und das im Zeitraffer. Unterstützung für unsere Land- und Forstwirtschaft ist nötig, weil sie besonders betroffen sind von den Auswirkungen des Klimawandels. Und weil uns klar sein muss: Wenn unsere Land- und Forstwirte, unsere Teichwirte und Fischer ihre Lebensgrundlage verlieren, dann verlieren wir alle regional erzeugte, qualitativ hochwertige Nahrungsmittel und Rohstoffe.“

 

Für den Agrarsektor heißt es im Fortschrittsbericht u.a. 

Anpassung im Pflanzenbau

  • Weiterentwicklung effizienterer und standortoptimierter Bewässerungsverfahren

  • Züchterische Bearbeitung und praktische Erprobung eines breiteren Spektrums hitze-und trockenstresstoleranterer Kulturarten und -sorten 

  • Entwicklung effizienter Methoden zur Vermeidung der Ein-und Verschleppung gefährlicher Schadorganismen  

  • Schaffung neuer Absatzmärkte für neue Kulturen

  • Stärkung des Wissenstransfers zwischen Forschung und Praxis 

  • Sensibilisierung der Ausbildungsberufe für das Thema Klimaanpassung

  • Etablierung klimaangepasster Anbausysteme 

  • Humusaufbau 

  • Weitere Digitalisierung der Landwirtschaft 

  • Forschung zur Anpassung von Produktions-und Ökosystemen an den Klimawandel, zum Beispiel über neue Anbausysteme, Bewässerungsmethoden, Energieeinsparungsmöglichkeiten und Umstellung auf erneuerbare Energiequellen

Von den meisten Punkten ist auch der Weinbau betroffen, weshalb wir es hier veröffentlichen. Dazu zählen nach Meinung von bonvinitas insbesondere neue Rebsorten, gerade auch PIWI-Sorten (pilzwiderstandsfähig), um den Einsatz von Herbiziden zu reduzieren, wozu auch die Akzeptanz der Verbraucher gewonnen werden muss.
 
Quelle und Foto Julia Klöckner: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Aufmacherfoto: S.Piyaset- Adobestock
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