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Aktivurlaub in Deutschland – das schöne Weinland Baden per Fahrrad oder Wandern erleben

Urlaub in deutschen Landen ganz neu im Focus

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Aktivurlaub in Deutschland – das Weinland Baden per Rad oder Wandern erleben. Im Bild der Bodenseeradweg bei der berühmten Barock-Kirche Birnau mit phantastischem Blick über den Bodensee. Foto: Thomas BichlerAktivurlaub in Deutschland – das Weinland Baden per Rad oder Wandern erleben. Im Bild der Bodenseeradweg bei der berühmten Barock-Kirche Birnau mit phantastischem Blick über den Bodensee. Foto: Thomas Bichler
„Warum in die Ferne schweifen …“, fängt ein bekanntes Sprichwort an. In diesen Zeiten entdecken wir unser schönes Deutschland neu, das hat doch 'was. Sehr schön und gesund sind Aktivurlaube, sich bewegen, wandern oder Fahrrad fahren. Natürlich nicht übertreiben, wir müssen nicht gleich mit dem Ironman konkurrieren. Besonders reizvoll sind deutsche Weinregionen, die gleich noch Kulinarisches bieten, insbesondere das Genießerland Baden. Natürlich sind die Weinbergswege auch in Baden oft leicht bergig, schließlich wachsen hier viele Reben am Saum des Schwarzwalds, im und am Kaiserstuhl. Flacher ist es an den Ufern des Bodensees. Doch bei Steigungen helfen Pedelecs oder E-Bikes, über die schon viele verfügen, und dann macht es richtig Spaß.

Der badische Weinradweg

Auf dem badischen Weinradweg. Foto: Keller/Schwarzwald TourismusKeller/Schwarzwald TourismusAuf dem badischen Weinradweg. Foto: Keller/Schwarzwald TourismusKeller/Schwarzwald TourismusDieser führt auf insgesamt rund 460 Kilometern von Grenzach an der Schweizer Grenze durch die fünf Schwarzwälder Weinregionen Markgräflerland, Kaiserstuhl, Tuniberg, Breisgau und Ortenau und weiter durch den Kraichgau bis nach Laudenbach an der Badischen Bergstraße. Die Route ist mir roten Zeichen mit Fahrrad und Traube neu ausgeschildert. Doch keine Angst vor der Länge, es gibt bequeme Etappen zwischen 43 und 78 Kilometern. Und niemand sagt, dass man alle machen muss.

Stets führt der Weg durch reizvolle Landschaften mit vielen schönen Ausblicken sowie durch malerische Weinorte. Mehr als 300 Weinbaubetriebe, Winzergenossenschaften, viele mit ausgezeichneten Vinotheken, säumen den Weg und laden zu genussvollen Pausen ein, ebenso viele Sehenswürdigkeiten. Zu den Highlights zählen etwa Deutschlands erstes Korkenziehermuseum in Vogtsburg-Burkheim, verschiedene Weinbaumuseen oder das „Große Fass“ im Heidelberger Schloss, nicht zu vergessen das elegante Baden-Baden. Einen Abstecher lohnen die mittelalterlichen Altstädte von Staufen, Endingen, Gengenbach oder Weinheim. Hervorragende Aussichten bieten sich auch von Schloss Staufenberg bei Durbach oder vom Turmberg in Karlsruhe-Durlach. Zum Fahrradfahren günstig ist, dass die Route größtenteils auf asphaltierten Wegen verläuft. Für erholsame Nächte stehen gepflegte Weinhotels und gemütliche Übernachtungsmöglichkeiten auf Winzerhöfen wie auch Bett&Bike-Betriebe zur Verfügung, wo man natürlich auch längere Pausen einlegen kann. Für den technischen Support sorgen zahlreiche E-Bike-Ladestationen sowie auch Radwerkstätten falls nötig.

Wie erwähnt beginnt der „Badische Weinradweg“ in Grenzach-Wyhlen und führt von dort nach Weil am Rhein, wo etwa ein Abstecher ins weltbekannte Vitra-Design-Museum oder zu den Skulpturen von Tobias Rehberger entlang des Kunstwegs „24 Stops“ lohnt. Nach dem Isteiner Klotz geht es weiter durchs Markgräflerland, ehe Tuniberg und Kaiserstuhl einladen, die terrassenförmigen Weinberge zu erkunden. Alternativ kann die Variante vorbei an Freiburgs Altstadt und dem Glottertal gewählt werden. Durch die Weinhänge des Breisgaus kommt der Radler dann in die Ortenau. Vorbei an Schloss Ortenberg führt die Route weiter Richtung Karlsruhe und biegt bei Bruchsal in den Kraichgau ab. Anschließend lockt Heidelberg, bevor der Radweg in Laudenbach an der Badischen Bergstraße endet. Näheres unter www.badischer-weinradweg.info 

Der Bodenseeradweg

Blick auf Meersburg. Foto: BodenseeradwegBlick auf Meersburg. Foto: BodenseeradwegBei Hagnau. Foto: Winzerverein HagnauBei Hagnau. Foto: Winzerverein Hagnau

Glänzend organisiert ist der „Bodenseeradweg“, der pauschale Angebote bereithält, zu buchen mit Übernachtungen und Gepäcktransport, verschieden lang an Strecken und Tagen, mit Fahrradverleih, Angebote für Einsteiger oder Sportler – ganz nach Belieben. Und natürlich ist auch kulturell viel geboten, wie zum Beispiel die Barockkirche Birnau, das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen, das historische Konstanz, die Insel Reichenau und vieles mehr … Und die Weine vom Bodensee bestechen in ihrer besonderen Art, wachsen sie doch vielfach auf eizeitlichen Endmoränen mit allerlei Gestein, das die Gletscher einst aus den Alpen anschleppten, wo die Rebwurzeln tief eindringen und vielfach Mineralien auf nehmen können, ferner profitieren die Reben von den warmen Föhnwinden sowie vom Seeklima, und sie wachsen in Höhen bis 450 m, wo die kühleren Nächte im Herbst die Aromenbildung fördern. Näheres unter www.bodensee-radweg.com

Ganz gemütlich auf Schusters Rappen und der Natur so nah

Auf dem Ortenauer Weinpfad - in Durbach mit Blick auf Schloss Staufenberg. Foto: Sascha Hotz/Schwarzwald TourismusAuf dem Ortenauer Weinpfad - in Durbach mit Blick auf Schloss Staufenberg. Foto: Sascha Hotz/Schwarzwald TourismusWeinbergsweg in Auggen, Markgräflerland. Foto: bonvinitasWeinbergsweg in Auggen, Markgräflerland. Foto: bonvinitas

 

Der Ortenauer Weinpfad führt mit sieben Etappen auf insgesamt über 100 Kilometer parallel zur Badischen Weinstraße durch die Ortenau. Von Norden beginnt er in Gernsbach und führt über so bekannte Weinorte und –Städte wie Baden-Baden, Neuweier, Affental, Sasbachwalden, Kappelrodeck, Waldulm, Oberkirch, Durbach bis nach Diersburg. Burgen und Schlösser sowie zahllose Aussichtpunkte über das Rheintal bis hin zu den Vogesen oder auf den Schwarzwald sprechen die Sinne an. Viele Weingüter und Winzergenossenschaften säumen auch hier den Weg sowie viele einladende Gasthäuser und Hotels. Der Weg ist mit einer blauen Traube auf roter Raute beschildert. Näheres unter www.weinparadies-ortenau.de/ortenauer-weinpfad, dort ist auch eine Broschüre mit Karten herunterzuladen oder zu bestellen. Gleichzeitig kann man sich von dort GPS-Führungen aufs Handy laden.

Wanderervesper im Kaiserstuhl. Foto: Naturgarten KaiserstuhlWanderervesper im Kaiserstuhl. Foto: Naturgarten KaiserstuhlDaran schließt sich der Breisgauer Weinweg an, der mit einer grünen Traube auf roter Raute beschildert ist, und von Diersburg nach Freiburg führt. Weiter schlängelt sich das Markgräfler Wiiwegli von Freiburg durch die Markgräfler Weinberge und lieblichen Weinorte bis nach Weil am Rhein. Näheres unter www.frsw.de/wiiwegli

Viele schöne Wandertipps im oder um den Kaiserstuhl finden sich auf www.kaiserstuhl.eu. Auch der 12,5 km lange Tuniberg Höhenweg mit schönen Ausblicken lohnt als Tagestour. 

Text: Dieter Simon, Chefredakteur und Herausgeber bonvinitas. Zeichen badischer Weinradweg und Ortenauer Weinpfad: Copyright Schwarzwald Tourismus


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