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Mallorca: Traumziel trotz Corona

Tipp Karwoche – Tipp Mallorquiner Wein

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Von Stefan Loiperdinger und Tobias Koslowski  304  
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Mallorca: Tipp Karwoche – Tipp Mallorquiner Wein Traumziel trotz Corona. Im Bild: Port-de-Soller. Foto: pixelliebe - stock.adobe.comMallorca: Tipp Karwoche – Tipp Mallorquiner Wein Traumziel trotz Corona. Im Bild: Port-de-Soller. Foto: pixelliebe - stock.adobe.com
Der Drang der Deutschen in den Süden ist nach vielen Lockdowns größer als je zuvor. Doch wo kann man bedenkenlos hin? Wo entspricht das Gesundheitssystem deutschen Standards? Wo bekomme ich im Ernstfall schnell Hilfe? Und wo habe ich trotzdem unverfälschte Natur, einsame Strände, beeindruckende Sehenswürdigkeiten, gute Küche und eine perfekte Infrastruktur: Auf Mallorca!

Ganz anders als Ballermann

Mallorca ist ganz anders als Ballermann und „Sauf“-Partys am Strand. Neben einer perfekten Infrastruktur mit einem Gesundheitssystem wie in Deutschland (direkte Abrechnung mit der Krankenkassen, deutschsprachiger Assistent, modernste Ausstattung und erstklassige Mediziner) präsentiert die Insel ein äußerst verlockendes Angebot wie kaum am Mittelmeer: 24 Golfplätze, 175 Strände, auch Naturstrände, die selbst im Sommer nicht überlaufen sind, eine anspruchsvolle Gastroszene von der Fischerkneipe bis zum Sternetempel, viele Sehenswürdigkeiten und ein umfangreiches Kulturprogramm; dazu unberührte Landschaften, wo einem kaum ein Mensch begegnet und für Freunde eines guten Tropfens jede Menge Bodegas zum Verkosten von Mallorcas guten Weinen.

Karwoche und Ostern auf Mallorca – ein besonderes Erlebnis – viele Passionsspiele

Die Osterwoche, die Semana Santa, ist in Spanien das bedeutendste religiöse Fest überhaupt. Das normale Leben kommt weitgehend zum  Erliegen und die ganze heilige Woche über finden Prozessionen statt. 

Palma de Mallorca, die Kathedrale La Seu. Foto: Matthias Weil, adobestockPalma de Mallorca, die Kathedrale La Seu. Foto: Matthias Weil, adobestockDie gothische Kathdrale La Seu in Palma. Foto: Renáta Sedmáková - stock.adobe.comDie gothische Kathdrale La Seu in Palma. Foto: Renáta Sedmáková - stock.adobe.com

Unheimlich hallen die Trommeln zwischen den Häusern und die „Nazarenos“ bahnen sich mit brennenden Fackeln und Kerzen einen Weg durch die Menge, gefolgt von „Penitentes“, die als Zeichen ihrer Buße ein Holzkreuz auf den Schultern tragen oder schwere Ketten an bloßen Füßen ziehen. Unheimlich wirkt auch der Anblick der in Büßergewänder gekleideten Gestalten. Ihre Gesichter sind völlig von spitzen Kapuzen verhüllt, kleine Augenschlitze bilden die einzige Verbindung zur Außenwelt. Was wie die Verkleidung des Ku-Klux-Klans wirkt, hat einen vollkommen anderen Ursprung. Die Tradition geht auf ein Verbot des Papstes im 14. Jahrhundert zurück, als das Kirchenoberhaupt die öffentliche Sühne untersagte. Woraufhin sich die Büßer weite Mäntel mit spitzen Mützen (sogenannten Capirote) überstülpten, die nur noch zwei Augenschlitze frei ließen. Einheimische wie Touristen stehen Spalier, um den Tausenden von „Costaleros“ Ehre zu erweisen, die in ihren Büßergewändern prunkvoll gestaltete und geschmückte Heiligenfiguren durch die ganze Stadt tragen.

Auf Mallorca beginnt die Semana Santa schon vor dem eigentlichen Fest. Bereits am Freitag vor dem Palmsonntag eröffnen Hunderte von Büßern unter lautem Trommelschlagen und Musik die Karwoche und ziehen durch die Straßen Palmas. In den Folgetagen ziehen immer wieder Prozessionen der 33 in Palma beheimateten Bruderschaften durch die Gassen, bevor das eigentliche Osterfest auf der ganzen Insel groß gefeiert wird.

Am Palmsonntag wird dem Einzug Jesu in Jerusalem gedacht. Seit dem Mittelalter wird dieses Geschehen im Rahmen von Passionsspielen nachgespielt. Am Gründonnerstag wird an das letzte Abendmahl erinnert und am Karfreitag an die Kreuzigung. Der Karsamstag ist der Grabruhe-Tag und am Ostersonntag wird die Auferstehung von Jesus Christus gefeiert. Am Ostermontag wird dann die Auferstehung Jesu Christi aus der Perspektive zweier Männer aus Emmaus erzählt, die dem auferstandenen Jesus Christus begegnet sind und daraufhin die frohe Botschaft verkündeten.

Seit dem Mittelalter wird dieses Geschehen im Rahmen von Passionsspielen mit großem Aufwand wie zum Beispiel vor der Kirche in Felanitx nachgespielt und an das letzte Abendmahl und die an die Kreuzigung von Jesus Christus erinnert. In Pollença findet am Karfreitag um 21:00 die Kreuzabnahme statt und die Christusfigur wird die 365 Stufen von der Kirche auf dem Kalvarienberg hinunter zur Gemeindekirche getragen. Auch in anderen Orten der Insel wie Alcúdia, Artá und Inca finden in der Osterwoche Feierlichkeiten statt.

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Autochthone Mallorquiner Wein: Manto-Negro und Prensal Blanc

Manto-Negro. Foto: www.doplaillevant.comManto-Negro. Foto: www.doplaillevant.comChardonnay oder Cabernet Sauvignon gibt es überall. Doch interessant zu entdecken sind immer autochthone Rebsorten, die es sonst nicht gibt. Manto-Negro ist die wichtigste einheimische rote Sorte Mallorcas und zugleich die Hauptsorte. Für viele war die einheimische Mallorquiner Rebsorte Manto-Negro immer eine Traube, die für sich alleine genommen wenig ausdrucksstark ist, aber im Gespann mit internationalen Rebsorten, wie z.B. Cabernet Sauvignon oder Syrah, wunderschöne Weine hervorbringt. Doch auch ein sortenreiner Manto-Negro kann durchaus überzeugen als frischer, eleganter und ausgewogener Wein, der einen in die ländlichen Gegenden Mallorcas inmitten der Kultur des Mittelmeerraums versetzt, ein Wein der die Seele Mallorcas in sich trägt. 

Moll oder auch Prensal Blanc genannt, ist in den meisten mallorquinischen Weißweinen zu finden und wird hauptsächlich im Weinanbaugebiet Binissalem angebaut. Die Rebsorte ergibt leichte, fruchtige und ausgewogene Weißweine. Charakteristisch für diese Rebe sind das harmonische Aroma und der geringe Säuregehalt. Als Cuvée erhält der Wein mit der Prensal Blanc Traube zusätzlich eine angenehme Frische.

Prensal Blanc. Foto:  www.doplaillevant.comPrensal Blanc. Foto: www.doplaillevant.comBinissalem vor der Serra de Tramuntana. Foto: PixabayBinissalem vor der Serra de Tramuntana. Foto: Pixabay

 

Die Region Binessalem D.O. – Denominación de Origen, zu Deutsch geschützte geographische Angabe – benannt nach der gleichnamigen Stadt Binissalem, befindet sich ziemlich im Zentrum der Insel zu Füßen und im Windschatten des Gebirgszugs Serra de Tramuntana, der die Insel nach Nordwesten abschließt. 

Quellen und weitere Infos:

Der Weintext stammt weitgehend von Tobias Koslowski aus dem Hause Mallorquiner GmbH in Bornheim, einer der wichtigsten Lieferanten Mallorquiner Weine und Produkte in Deutschland. Näheres hier.

Der allgemeine Text einschließlich Karwoche stammt von Stefan Loiperdinger, bester Mallorca-Kenner und Chefredakteur sowie Herausgeber des sehr umfangreichen und informativen jährlichen Magazins „Mallorca“, 15 €. Näheres und zu beziehen hier.

 

#mallorca



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