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bonvinitas Weinbewertung: Die besten Weißweine trocken - Kategorie 2

die kräftigeren über 12% - aus der Experten-Blindprobe vom 11.6.2018

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Die besten Weißweine der Kategorie 2 trocken, über 12% - aus der bonvinitas Experten-Blindprobe vom 11.6.2018.Die besten Weißweine der Kategorie 2 trocken, über 12% - aus der bonvinitas Experten-Blindprobe vom 11.6.2018.
 
Wiederum waren uns viele sehr gute Weine eingereicht worden, zur Weinbewertung am 11.6.2018. Unsere Prüfer – beurteilen natürlich in Blindbewertung - waren von vielen begeistert. Hier die besten Weißweine der Kategorie 2, trocken, über 12% Alkohol – rote Punkte, Weine die ich nachprobiere, um sie hier vorzustellen:

Sauvignon blanc - Weingut Robert und Manfred Aufricht am Bodensee

Ganz ausgezeichnet und mit 95 Punkten bewertet befanden unsere Prüfer den 2017 Sauvignon Blanc Meersburger Sängerhalde trocken vom Weingut Robert und Manfred Aufricht im badischen Meersburg-Stetten am Bodensee, aus deren Linie “Drei Linien“: Betörender kräftig-frischer Duft nach Blütenhonig, Mango, Pfirsichkompott, Ananas; wunderbar ausgewogener saftiger, elganter, fruchtiger Körper mit kräftigem weiterhin mundfüllenden absolut rundem Finish. Ein Wein, der mich an einen großen Schlossfestsaal erinnerte, und dem ich ein weiteres Entwicklungspotenzial von fünf bis sechs Jahren vermache, passt gut zu Spargelsalat, Bodenseefelchen oder Thunfisch gebraten, ebenso zu Steinpilzen in Rahm oder Kalbschnitzel. Bemerkenswert ist, dass der Wein angenehme „nur“ 12,5 % Alkohol aufweist.
 
Blick auf das Weingut Manfred und Robert Aufricht am Bodensee.Blick auf das Weingut Manfred und Robert Aufricht am Bodensee.Es macht von sich reden, das Weingut Robert und Manfred Aufricht (im Bild oben von links – Foto: Wilfried Heinze) am Bodensee. Ansehnliche 40 Hektar Reben werden bewirtschaftet, die meisten gut arrondiert vom Seeufer aufsteigend in Meersburg, Ortsteil Stetten. „Wir sind die Mosel des Südens“, sagt Johannes Aufricht, mit dem als Sohn von Manfred schon die nächste Generation heranwächst. Gemeint sind die Besonderheiten des Klimas und der Böden, Endmoränenböden als Überbleibsel des Eiszeitgletschers, der den Bodensee gebildet hat. Obenauf finden sich heute zwei bis drei Meter dicker Lehm, gebildet aus allerlei Gestein, das der Gletscher zermahlen hat. Darunter liegt der typisch lockere Moränenschotter aus vielen rundgeschliffenen Steinen mit hohem Kalkgehalt, kam der Gletscher doch aus den Kalkalpen. Ein in Deutschland einmaliges Terroir, das für Reben einfach ideal ist, finden sie doch alle nötigen Mineralien und bekommen nie nasse Füße, weil der Moränenschotter überschüssiges Wasser ablaufen lässt. Näheres unter den Weinadressen mit Portraits.

Weisser Burgunder und Chardonnay - Winzerkeller Auggener Schäf

Zwei ausgezeichnete Weiße mit je 93 Punkten bewertet kamen vom Winzerkeller Auggener Schäf: 
2017 Weisser Burgunder Spätlese trocken: Im Duft frische Äpfel, Zitronensaft mit einem Hauch Maiglöckchen; wunderbar fließender Körper von reifer Eleganz; lang bleibendes, stabil gebautes Finish, wobei sich ein feines Temperament nochmals zu Wort meldet und zu dezentem Nachkauen animiert. Ein Wein, der mich an eine elegante Schifahrerin erinnerte, und dem ich gut drei bis vier Jahre weiteres Potenzial zubillige, sehr schön zu Fisch gedünstet, Kalbsteak oder Steinpilzen sowie Pfifferlingen in Rahm. 
 
Der Winzerkeller Auggener Schäf, im Hintergrund der Hochschwarzwald.Der Winzerkeller Auggener Schäf, im Hintergrund der Hochschwarzwald.Gleich hoch bewertet mit 93 Punkten wurde der 2017 Chardonnay Kabinett trocken auch aus Auggen: Im Bukett reife Birne, Blütenhonig, Mandel; mundfüllender, weich-fruchtiger Körper; im Abgang saftig-satt, unterlegt mit feinfruchtigen Noten. Ein Wein, der mir wie ein Rosenstrauß vorkam, mit fünf bis sechs Jahren Potenzial und sehr schön zu Schillerlocken, Pfannkuchen mit Fleischfüllung, Flammkuchen oder Schweinefilet. 
 
Der Winzerkeller Auggener Schäf im südbadischen Auggen mit Lagen in Auggen und im nahen Laufen ist ein großer und zugleich umweltbewusster Weinerzeuger, der schon oft mit sehr guten Tropfen bei uns aufgefallen ist. Im Bild oben Kellermeister Andreas Philipp und Geschäftsführer Thomas Basler. Hier mehr.

Silvaner - VDP Weingut Juliusspital

Das Weingut Juliusspital, der Fuerstenbau.Das Weingut Juliusspital, der Fuerstenbau.Über hohe Qualitäten der klassischen deutschen Rebsorte Silvaner freuen wir uns ganz besonders: Mit 92 Punkten bewertet wurde der 2017 Rödelseer Küchenmeister Silvaner, VDP. Erste Lage, trocken, des VDP Weinguts Juliusspital in Würzburg/Franken, zu dem ich beim Nachverkosten notiert habe: In der Nase Zitronenblüten, Kiwi, reife Birne; am Gaumen gut gereift, elegant mit Frische und Temperament; fest gebautes Finish mit feinen Mineraltönen; ein Wein wie ein Frühlingswind. Passt gut zu Spargel, Gemüsegratin, Hechtklößchen, Kalbsbraten – mit weiterem Potenzial von gut drei bis vier Jahren und mit 12,5% erfreulich dezent im Alkohol.
 
Mit 172 Hektar Rebfläche bildet das VDP Weingut Juliusspital nicht nur eines der größten deutschen Weingüter, sondern auch das weltweit größte, was die Rebsorte Silvaner betrifft, deren schön ausgeglichene, nicht zu schweren Weine in Franken große Tradition haben. Bereits 1576 hatte Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn die soziale und gemeinnützige Stiftung Juliusspital gegründet, die noch heute existiert und zu der das Weingut gehört. Im Bild oben Gutsleiter Horst Kolesch. Mehr bei unseren Erzeugerportraits.
 

Riesling und Cabernet blanc - VDP Bio-Weingut Schlossgut Hohenbeilstein

Je stolze 91 Punkte erzielten zwei Weine des VDP Bio-Weinguts Schlossgut Hohenbeilstein über dem gleichnamigen Ort in Württemberg gelegen. Zum Einordnen: Schon ab 89 Punkten zählen die Weine nach unserem Bewertungssystem als hervorragend. Zum ersten, 2017 Riesling trocken, Bio-Gutswein, habe ich notiert: Im Bukett Anklänge an Zitronensaft, Kiwi, Mandelgebäck; wunderbar fest gebauter Körper mit kräftigem Skelett und eleganten, zartherben Terroirnoten im Finish. Ein Tropfen, der mir wie eine luftige Drahtseilbahn vorkam, die einen nach oben entführt, mit gut drei bis vier Jahren weiterem Potenzial und sehr schön zu Artischocken, Muscheln oder Schnitzel paniert.
 
Zum gleich hoch mit 91 Punkten bewerteten 2017 Cabernet Blanc trocken, Bio-Wein „Silberling“: Aufmerksamkeit heischender kräftiger Duft mit Noten von Lindenblüten, Melisse, Kürbis; auf der Zunge saftig, fruchtig von breiter Fülle mit interessanten, an grünes Moos erinnernden Noten und einem anhaltend belebenden zartherben Finish; wie ehedem ein Heuwagen, habe ich notiert, mit drei bis vier Jahren weiterem Potenzial und sehr gut zu Aal grün, Seewolf, Schinkenplatte oder zu Kassler mit Sauerkraut. 
 
Unten Mitte das Schlossgut Hohenbeilstein, VDP Bio-Weingut. Foto: Werner KuhnleUnten Mitte das Schlossgut Hohenbeilstein, VDP Bio-Weingut. Foto: Werner KuhnleDie 1991 vom Schweizer Rebenzüchter Valentin Blattner aus Cabernet Sauvignon Varianten neu gezüchtete weiße Rebsorte Cabernet blanc zählt zu den pilzwiderstandsfähigen (PIWI) Sorten, die erfreulich weniger Pilzbekämpfung benötigen. Das ist das Zuchtziel. Die Selektion erfolgte in der deutschen Rebschule Freytag in Neustadt an der Weinstraße und wurde 2004 zum Sortenschutz und 2010 zur Klassifizierung angemeldet. Der Weine sind prinzipiell komplex, würzig, extraktreich und ähneln im Bukett Sauvignon Blanc, im Geschmack neben Sauvignon Blanc auch Riesling. So haben wir einen ganz typischen und zugleich großartigen Vertreter verkostet. Hartmann Dippon (oben im Bild, Foto: Werner Kuhnle), Inhaber des VDP Bio-Weinguts Schlossgut Hohenbeilstein, hat sich als sehr engagierter Winzer schon lange ganz dem biologischen Anbau verschrieben. So wundert es nicht, dass er PIWI-Sorten anbaut und aus solch einer großartige Weine gewinnt. Näheres bei unseren Erzeugerportraits
 
Text: Dieter Simon, Herausgeber und Chefredakteur bonvinitas. Fotos: PR sofern nicht anders angegeben. 
 
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